Stadtverwaltung vernetzt: Microsoft zeigt Projekt Neustadt

Die CeBIT 2012 in Hannover bildet die Bühne für einen neuen Vorstoß des Software-Riesen Microsoft in die kommunalen Verwaltungen Deutschlands. Unter dem Arbeitstitel Projekt „Neustadt“ möchte Microsoft das Modell einer digital vernetzten Stadt zeigen.

Vision einer digital vernetzten Stadt

Digitalisierte Verwaltungsprozesse sollen in Zukunft effizienter, kostengünstiger und bürgernäher erfolgen, wenngleich die Serviceprozesse verbessert und damit für den Bürger transparenter in Erscheinung treten.

Auf der CeBIT 2012 soll gezeigt werden, wie anhand von Anwenderbeispielen die Vorteile einer internen und vor allem „fach- und länderübergreifenden Vernetzung“ den Behördenalltag vereinfachen können, so Ralph Haupter (Geschäftsführer Microsoft Deutschland).

Steigendes Interesse der Bürger an kommunalen Entscheidungsprozessen

Während die Verwaltungsprozesse in Deutschland oftmals noch als intransparent, ineffizient und veraltet erscheinen, ist ein zunehmendes Bürgerinteresse an der Teilnahme an verschiedenen Prozessen zunehmend erkennbar.

Im Fokus des Interesses steht in der Regel das Rathaus, das bei lokal verankerten Themen wie Wirtschaft, Bildung oder Gesundheit eine Datenzentale bildet. Vielfältige Informationen laufen im Rathaus zusammen und werden dort gesammelt, bewertet und als Planungs- und Entscheidungsgrundlage weiterverwendet.

Angenommen all die genannten Daten treffen digitalisiert und entsprechend aufbereitet im Rathaus ein, ist in einem weiteren Schritt die ePartizipation der Bürger über eine entsprechende Plattform gut zu realisieren.

Der Einsatz derartiger echtzeitbasierter Systeme im Rahmen einer ePartizipation „stärkt das Vertrauen und liefert eine breite Akzeptanz für Entscheidungen“, so Ralph Haupter.

Quellen: Fokus, rga-online

 

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Erklärung: Wie unterscheiden sich Muslime von Islamisten?

Da dieser Blog und auch das Arbeitsfeld der DEMOGRAPHIE KOMMUNAL die Themen „Integration“ und „gesellschaftliche Inklusion“ berühren, darf eine definitorische Trennung der Begrifflichkeiten „Muslim“ und „Islam“ nicht fehlen.

Religion und Gläubige, eine erste Unterscheidung

Die zunächst einfachste Abgrenzung kann zwischen dem Namen einer Religion und den Gläubigen erfolgen. Beispielsweise ist in Deutschland das Christentum verbreitet, die Glaubensanhänger werden als Christen bezeichnet.

Definition Islam: Religion und Glaubensrichtung
Definition Muslime: eine Gläubige / ein Gläubiger der islamisch geprägten Religion

 

Wie werden Muslime noch bezeichnet? Welche alternativen Namen bestehen?

Angesichts der großen räumlichen Verbreitung des islamischen Glaubens weltweit sind verschiedene Bezeichnungen für die Glaubensanhänger des Islam in Gebrauch:

Das Wort Muslim1 stellt den korrekten Oberbegriff dar. Es handelt sich um eine Übersetzung aus der arabischen Sprache (der „sich Hinwerfende“ oder der „sich Hingebende“).
Singular: Muslim, Plural: Muslime (steht auch für die Gemeinschaft aller Glaubensanhänger)
Weibliche Form: Muslima bzw. Muslimin, Plural: Muslima bzw. Musliminnen

Das Wort Moslem (Plural: Moslems) entstammt der persischen Sprache und ist weitgehend gleichbedeutend mit Muslim2. Allgemein ist der Begriff weniger gebräuchlich und veraltet3

Das Wort Mohammedaner sollte dahingegen nicht bezeichnend verwendet werden. Dieser Terminus suggeriert, dass die Muslime an den Propheten Mohammed glauben. Diese historische Fehlinterpretation bzw. Übersetzung ist teilweise noch in (alter) Literatur aufzufinden [4 Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Mohammedaner].

Das Wort Islamist ist in seiner vollständigen Bedeutung schwer zu beschreiben. Daher sollte eine Verwendung des Begriffs immer mit Bedacht erfolgen.
Oftmals leitet sich die Bezeichnung eines Gläubigen aus dem Namen der Religion ab (Beispiele: Christentum => Christ, Buddhismus => Buddhist). In Analogie dazu könnte Islam => Islamist stehen, also ein Mensch, der nach islamischen Glaubenssätzen lebt (ein Muslim). Im Gegensatz dazu wurde die Wortbedeutung im deutschen Sprachgebrauch (vermutlich medienbedingt) erweitert. Neben der Mitgliedschaft in einer islamisch geprägten Glaubensgemeinschaft wird einem Islamisten eine Lebensweise nach strenger Auslegung des Korans nachgesagt (man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer fundamentalistischen Religionsausübung). Darüber hinaus soll, je nach Kontext, seine Bereitschaft, den Glauben (teils unter Einsatz von [Waffen-]Gewalt) vehement zu verteidigen, ausgedrückt werden. Die Begrifflichkeit Islamist wird oftmals in Verbindung mit glaubensorientierten und terroristisch /gewaltsamen organisierten Übergriffen gewählt, während die friedliche Ausübung des islamischen Glaubens eher mit dem Terminus Muslim vorgefunden werden kann.
Ein Islamist wird somit in der Regel im Zusammenhang mit dem fundamentalistisch, radikalen Islamismus genannt4.

 

Hinweis:
Angesichts einer möglichen Fehlinterpretation der vorgestellten Begriffe sowie einer möglichen Abwandlung eines Begriffsinhaltes im Laufe der Zeit, distanziert sich der Autor von einem Anspruch auf absoluter Richtigkeit der dargelegten Inhalte. Gleichzeitig erfolgt der Hinweis, dass weder Meinungen noch wertende Auffassungen Gegenstand dieser Veröffentlichung sind. Sollten Sie einen anstößigen Inhalt identifizieren, wenden Sie sich bitte an info@demographie-kommunal.de.

  1. Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Muslim
  2. Quelle: http://www.thefreedictionary.com/Moslem
  3. Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Muslim
  4. Quelle: http://www.bpb.de/themen/X1P1T8,0,0,Was_hei%DFt_Islamismus.html

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Befragungen: Ist Ihnen die Meinung Ihrer Bürger wichtig?

Aktuell fallen in den Medien oft Schlagworte wie Bürgerdialog (Dialog über Deutschlands Zukunft, Zitat von unserer Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel: „Wir betreten Neuland“), Bürgerbeteiligung und E- Partizipation. Zu beobachten ist ein bereits länger anhaltender Trend, die Menschen stärker in das politische Geschehen einzubinden.

Bedarf nach Informationsgrundlagen

Bedarf nach Informationsgrundlagen

Insbesondere auf kommunaler Ebene ist ein Beteiligungsprozess der Einwohner sinnvoll. Einerseits kann nur auf einer möglichst breiten Basis eine bestmögliche Konsensentscheidung getroffen werden, andererseits ist eine breite Meinungserhebung  oftmals mit einer zeitlichen Verzögerung und mit Mehrkosten verbunden.

Generell ist in Erwägung zu ziehen, ob bei einem Vorhaben nicht von Beginn an die öffentliche Bürgermeinung berücksichtigt werden soll 1. In diesem Fall bietet es sich an, die Erhebung in professionelle Hände abzugeben. Dies spart nicht nur die eigene Zeit, bzw. die Zeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunalverwaltung, sondern dies gewährleistet auch, dass die angewandte Befragungsmethodik und Auswertung adäquat auf das entsprechende Ziel ausgerichtet ist.

Was ist empirische Forschung?

Die empirische (Sozial-) Forschung dient der Erfassung von qualitativen Aspekten 2 der Wahrnehmung einzelner Individuen – oder einfach ausgedrückt und auf die weiter oben skizzierte Ausgangslage bezogen: Was denken andere über ein Vorhaben? Die Zielsetzung der empirischen Forschung kann in drei Schwerpunkte gegliedert werden:

  • Erfassung der Meinung zu wichtigen Themen
  • Evaluierung der Motive für eine Handlung
  • Aufgreifen von aktuellen Entwicklungen und Trends

 

Wie kann eine Meinungsforschung ablaufen?

Selbstverständlich gibt es für empirische Forschungsprojekte keinen festen Ablaufplan. Je nach Zielsetzung, Probandengruppe und Ort muss das Vorgehen an die Eigenschaften des Vorhabens angepasst werden. Dennoch ähneln sich einige Arbeitsschritte in den meisten Projekten:

schematischer Ablauf einer Meinungsforschung

schematischer Ablauf einer Meinungsforschung

 

Wie wird befragt?

Bei einer Meinungsforschung ist die Auswahl eines geeigneten Mediums zur Befragung ein wichtiger, konzeptioneller Schritt. Jede Befragungsart zeigt Vor- und Nachteile:

  • schriftliche Befragung (per Brief oder persönliche Verteilung)
  • Online Befragung (Einzelbefragung)
  • Interview (Callcenter oder persönliche Ansprache)
  • Beobachtungen und Zählungen
  • Onlinepanel Befragung (personenidentische Mehrfachbefragung)

Beispielsweise zeigt eine Online Befragung meist Kostenvorteile, da Portokosten und Arbeitszeit gering gehalten werden können. Nachteilig ist jedoch, dass die Probanden über einen Zugang zum Internet verfügen sollten und so beispielsweise ältere Personen entweder geringer repräsentiert sein könnten und daher auf anderem Wege befragt werden müssten. Hinzu kommt, dass sich der Mensch bei seinen Tätigkeiten im Internet teilweise in Anonymität 3  wähnt. Dies verleitet im Rahmen einer Online Befragung dazu, falsche oder der Realität nicht exakt entsprechende Antworten zu geben (selbst wenn zuvor eine Anmeldung zur Befragung mit Namen und Anschrift erfolgten) 4.

 

Welche Themen interessieren kommunale Akteure?

Die Auswahl möglicher Befragungsinhalte ist selbstverständlich von den aktuellen Programmen und Plänen der jeweiligen Städte und Gemeinden abhängig. Das nachfolgende Schaubild zeigt beispielhaft einige Themengebiete auf:

Befragungsthemen im kommunalen Umfeld

Befragungsthemen im kommunalen Umfeld

 

Ihr seriöser Partner bei der kommunalen Meinungsforschung!

DEMOGRAPHIE KOMMUNAL unterstützt Sie bei der Evaluierung von Meinungen, Trends und Motiven Ihrer Bürger. Uns ist wichtig, für Sie die optimale Dienstleistung zur Verfügung zu stellen. Daher kann ein Forschungsauftrag von der konkreten Definition einer Fragestellung bis hin zur professionell gestalteten Präsentation von uns übernommen werden. Alternativ bieten wir Ihnen selbstverständlich eine fundierte Beratung oder auch die Durchführung einzelner Projektschritte (z.B. Konzeption eines Fragebogens) an.

Besondere Unterstützungsleistung bei der Auswahl der Probanden

Für eine Befragung, ein Interview o.ä. wird aus Kostengründen selten eine Vollerhebung mit Teilnahme aller verfügbaren Probanden durchgeführt.

Generell ausgedrückt, kann eine Befragung an unterschiedliche Probandengruppen gestellt werden, so z.B. über eine:

  • repräsentative Stichprobe (Auswahl der Teilnehmer nach soziodemographischem Querschnittsbezug) oder
  • ausgewählte Stichprobe (konkrete Auswahl nach frei wählbaren Kriterien, wie z.B. Alter, Familienstand, Wohnort, Stadtteil, Quartier etc.)

DEMOGRAPHIE KOMMUNAL kann auf Basis des kommunalen Meldewesens eine Vorauswahl der Probanden treffen und auch mittels dieser für eine Befragung vorbereitenden Maßnahme eine konkrete Unterstützungsleistung für Kommunalverwaltungen bieten, die ihre Befragung weitgehend in Eigenregie durchführen möchten.

Fragen Sie uns! Wir beantworten Ihre Fragen gerne in einem kostenfreien, persönlichen Gespräch.

 

  1. Neben der Anhörung von Verbänden und Vereinen.
  2. Weitere Definitionen können hier abgerufen werden: http://www.suz.uzh.ch/roessel/Lehre/lehrveranstaltungen/sozialforschung/01-einfuehrung1.pdf.
  3. Dies kann aus dem regen Zuspruch auf Tauschbörsen und dem illegalen Angebot bzw. Download urheberrechtlich geschützten Materials abgeleitet werden.
  4. Dieses Verhalten ist im eingeschränkten Maße auch bei anderen Befragungsformen zu beobachten.

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Von der Zuwanderung von Personen mit Migrationshintergrund profitieren

DK PuzzleIm Rahmen der gegenwärtigen Diskussion um die Auswirkungen des demographischen Wandels („weniger – älter – bunter“) und die Verfügbarkeit von Fachkräften wird häufig auch über die Thematik der Zuwanderung gesprochen. Aktuell ist auch die Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen Gegenstand der politischen Debatte.

Wie steht es um die Fachkräfte?

Ziel der Anstrengungen ist es einerseits einen regionalspezifischen Fachkräftemangel zu verhindern und andererseits die Integrationsleistung zu erhöhen. An dieser Stelle ist zu betonen, dass weniger Gesamtdeutschland, sondern insbesondere Landkreise, Städte und Gemeinden im Mittelpunkt der Ereignisse stehen. Sowohl die Ergreifung vielfältiger Maßnahmen zur Sicherung der lokalen Wirtschaftsleistung als auch die tragfähige Gestaltung eines Integrationskonzeptes (Stichwort: Willkommenskultur) ist auf kommunaler Ebene zu leisten.


Die Bedeutung von Wanderungsbewegungen

schematische Darstellung der Abwanderungsfolgen für Kommunen

schematische Darstellung der Abwanderungsfolgen für Kommunen

Bei der Betrachtung von Zu- und Abwanderung ist zu erwähnen, dass der Wanderungsaustausch mit dem Ausland zwar deutschlandweit interessant ist, jedoch für Städte und Gemeinden die Umzüge innerhalb Deutschlands (Binnenwanderung) den entscheidenden Anteil an den Wanderungsbewegungen darstellen. Neben dem meist geringen Einfluss von Geburten und Sterbefällen sind Zu- und Wegzüge als DER Motor der Bevölkerungsentwicklung von Städten und Gemeinden zu verstehen.

Wer kommt und wer geht?

Angesichts des Wunsches vieler Kommunen die Einwohner- und Wirtschaftszahlen zumindest zu stabilisieren, ist ein Blick auf die Thematik „Wer kommt und wer geht?“ empfehlenswert. Sofern die lokale Fachkräfte-Situation durch Personen mit Migrationshintergrund beeinflusst werden soll, ist zu klären, wie sich die Wanderungsbewegungen bevölkerungsstrukturell zusammensetzen:

Wie viele Neubürger mit Migrationshintergrund sind hinzugekommen?

  • Welchen nationalstaatlichen bzw. kulturellen Hintergrund haben diese?
  • Mit welchem Alter sind diese zugezogen?
  • In welche Stadt- und Ortsteile bzw. Sozialräume erfolgte der Zuzug?
  • Wie hoch ist der Anteil der Zuzügler mit Migrationshintergrund an allen Zuzügen?

Dieselben Fragen sind analog für die Wegzüge zu beantworten.

Erkenntniszugewinn garantiert!

Sobald diese Informationen vorliegen, kann eine erste Aussage über das zukünftige Fachkräftepotential einer Kommune unter Berücksichtigung der Personen mit Migrationshintergrund formuliert werden. Aus dieser Erkenntnis lassen sich zahlreiche Informationen ableiten. Beispielsweise die Attraktivität der Kommune für Personen mit Migrationshintergrund oder auch Optimierungsmöglichkeiten der Integrationsprogramme.

Das Unternehmen DEMOGRAPHIE KOMMUNAL hat sich auf die Auswertung von Einwohnermeldedaten spezialisiert. Das Produktportfolio beinhaltet ebenfalls die Ableitung des individuellen Migrationshintergrundes jedes zu- und weggezogenen Bürgers. Dies erfolgt selbstverständlich unter Wahrung aller relevanten datenschutzrechtlichen Belange.

Zusätzliche Informationsquellen

Ob Personen mit Migrationshintergrund eher zu- oder abwandern, kann mit quantitativen Methoden schnell beantwortet werden. Doch die Beweggründe für die Wohnstandortverlagerung sind damit noch nicht erfasst. Genauso wenig die individuellen Umstände der Zu- und Wegzügler, beispielsweise ob es sich um eine Fachkraft handelt und sie aus beruflichen Gründen in die Kommune gezogen ist. Auf Basis der personengenauen Bestandsaufnahme ist es möglich, diese Gruppe gezielt im Rahmen einer Wanderungsmotivforschung zu befragen. Aufgrund der verringerten Anzahl an Probanden (im Gegensatz zur Befragung aller Zu- und Weggezogenen) ist diese zusätzliche Informationsgenerierung ohne hohen Kostenaufwand möglich.

Die Durchführung einer professionellen Wanderungsmotivforschung wird ebenfalls von DEMOGRAPHIE KOMMUNAL angeboten.

Passgenaue Planungen und Entscheidungen

Anhand der zuvor beschriebenen, detaillierten Betrachtungen zur Dynamik der Bevölkerungsstruktur ist es für jede Kommune einfach, im Fortgang ihre Konzepte neutral zu bewerten und ggf. zu verbessern. Selbstverständlich stellt DEMOGRAPHIE KOMMUNAL auf Wunsch auch an dieser Stelle entsprechende Beratungskapazitäten bereit.

Fragen Sie uns! Wir beantworten Ihre Fragen gerne in einem kostenfreien, persönlichen Gespräch.


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Vorstellung: Chance! Demographischer Wandel vor Ort

DK PuzzleIm Rahmen einer Sonderveröffentlichung hat das Netzwerk Ländliche Räume (dvs)[1] Ideen, Konzepte und Beispiele zusammengetragen, um dem Umgang mit den Herausforderungen des demographischen Wandels für Kommunen und öffentliche Träger transparenter zu gestalten.

Die Publikation zeigt auf über 90 Seiten wie sich der demographische Wandel auf Städte, Gemeinden und Kreise auswirken kann. Mit Fokus auf ländlich geprägte Räume werden sowohl die jeweiligen Dimensionen der Änderung der Bevölkerungszusammensetzung betrachtet als auch Lösungsansätze vorgestellt.

Ausschlaggebend für die Initiative ist die steigende Anzahl der Kommunen, die von den Folgen des Wandels spür- und sichtbar betroffen sind. Abwanderung, niedrige Geburtenraten und Alterung der Bevölkerung verändern nicht nur das Ortsbild (z.B. Leerstände), sondern haben ebenfalls direkten und indirekten Einfluss auf die monetäre Situation der betroffenen Gebietskörperschaften.


Angespannte Finanzlage & Sicherung der Daseinsvorsorge

Während sinkende Bevölkerungszahlen für Kommunen auch verminderte Einnahmen bedeuten (Zuweisungen, Gebühren), bleiben oftmals feststehende Kosten, beispielsweise für Infrastruktureinrichtungen, weiterhin zu tragen. Eine Einschränkung der Angebote im Rahmen der Daseinsvorsage ist meist nicht möglich (z.B. Abwasserbehandlung) oder erscheinen als nicht empfehlenswert, da sie die Attraktivität der Gemeinde aus Sicht der Bürger und potentieller Neubürger verringern (z.B. Sanierungen oder die Pflege von Erholungsflächen).

Der Blick ist ebenfalls auf die lokale Wirtschaftskraft zu richten. Verlassen zunehmend potentielle Kunden die Kommune, äußert sich dies in der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Dies betrifft nicht nur die Unternehmen im Einzugsgebiet, sondern wirkt sich ebenfalls direkt auf die kommunale Finanzsituation durch sinkende Gewerbesteuereinnahmen aus. Auf lange Sicht müssen insbesondere räumliche Unternehmensverlagerungen oder Betriebsschließungen verhindert werden. Ungeachtet dessen kann eine sinkende und/oder alternde Bevölkerung die Standortattraktivität hinsichtlich der Verfügbarkeit von Fachkräften beeinflussen.

Die nachfolgende Grafik dient lediglich der Visualisierung der Zusammenhänge. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Einflüsse und Folgen.

schematische Darstellung der Abwanderungsfolgen für Kommunen

Schematische Darstellung von Abwanderungsfolgen für Kommunen

 

Politik konkret & Förderungen

Die Veröffentlichung enthält jedoch wesentlich mehr als eine Zustandsbeschreibung von Ursache und Wirkung. Das Hauptanliegen ist anhand von Best Practise Beispielen, die bisher geleisteten Anstrengungen der Akteure und die Ergebnisse vorzustellen. Angesichts der oben geschilderten Finanzsituation sind Förderungen ebenfalls ein wichtiges Thema für die Umsetzung von Programmen und Maßnahmen.

Instrumente im Umgang mit dem Demographischen Wandel

Unter den vielen möglichen Herangehensweisen wird ebenfalls die Methodik „DEMOGRAPHIE KOMMUNAL“ vorgestellt, die erstmals im Rahmen eines Pilotprojektes mit dem Landkreis Günzburg ab 2008 durchgeführt wurde.

Die Vorstellung des Projektes mit dem Titel “Denken – Verstehen – Handeln: Mit einer Analyse der vorhandenen Daten können Kommunen, Landkreise und Regionen effektiver planen und arbeiten.” von Herrn Meinrad Gackowski (Landkreis Günzburg) kann ebenfalls online aufgerufen werden (Link).

 

Chance! Demographischer Wandel vor Ort

Weitere Informationen zur Veröffentlichung sind auf der Website des Netzwerkes Ländliche Räume abrufbar. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit das Dokument als PDF Datei oder als Printausgabe zu beziehen.

 

Bei Fragen oder Anregungen zu DEMOGRAPHIE KOMMUNAL zögern Sie nicht, sich direkt an uns zu wenden. Selbstverständlich beantworten wir Ihre Fragen gerne in einem kostenlosen, persönlichen Beratungsgespräch.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

TIPP: Tragen Sie sich doch für unseren Newsletter ein. In periodischen Abständen erhalten Sie dann wissenswerte Informationen rund um das Thema Bevölkerung.

 


[1] Herausgeber: DVS, DLT, DStGB und BLG


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Hilfestellung bei der Positionierung von Familienzentren in (sozial) benachteiligten Stadtteilen

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen fördert 150 neue Familienzentren um die frühkindliche Bildung, die Integration und die Ausgangslage der Eltern zu unterstützen. Dies berichtet das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Website „www.familie-in-nrw.de.


Familienzentren oftmals nicht optimal gelegen

Familienministerin Ute Schäfer erklärte, dass nur unter 10 % der nordrhein-westfälischen Familienzentren in benachteiligen Stadtteilen lägen. Der Ausbau an Familienzentren in betreffenden Quartieren soll aber die Beratungs- und Unterstützungsleistungen näher an den Wohnort der Familien bringen und somit die Möglichkeit der Inanspruchnahme stärker in den Fokus der Eltern rücken.

Dieser neue Ansatz zeigt einmal mehr, dass Sozialplanungen von Kommunen in der Vergangenheit oftmals noch nicht die Stärken einer erweiterten statistischen Evaluierung als Planungsvorbereitung genutzt haben. Obwohl die Vorteile einer genauen Kenntnis der Bevölkerungsstruktur innerhalb einer Stadt bzw. den einzelnen Stadtteilen, Quartieren und Sozialräumen – wie im Laufe der nachfolgenden Ausführungen gezeigt wird – „auf der Hand liegen“, ist zu beobachten, dass diese Informationsgrundlage noch selten mit all ihren Möglichkeiten genutzt wird.

Wie kann die Positionierung verbessert werden?

Am Beispiel der Positionierung von Familienzentren innerhalb eines Stadtgebiets können verschiedene statistische Vorgehensweisen (Auswahl) vorgestellt werden:

  • Bestandsaufnahme: Kinder im des Einzugsgebiet der bestehenden Kindergärten bzw. Familienzentren
    • differenziert nach strukturellen Eigenschaften (z.B. Alter, Migrations- und nationalstaatlicher Hintergrund).
    • differenziert nach Lebenslage der Eltern (z.B. Zugehörigkeit zu einer Milieugruppe).
  • Graphische Darstellung der Einzugsgebiete mittels eines Geographischen Informationssystems (GIS)
  • Match-Mismatch-Analyse des Dienstleistungsangebotes auf struktureller und räumlicher Ebene
  • Monitoring der Entwicklung der Bevölkerung innerhalb der Einzugsgebiete um das jeweilige Angebot der infrastrukturellen Einrichtungen dynamisch und zeitnah an den Bedarf anzupassen.

Weitere Informationen zu statistischen Hilfestellungen bietet auch der Artikel “Die Kinderbetreuung von morgen schon heute optimal planen“.

Angesichts der hohen Investitionen von Bund, Ländern und den Kommunen in soziale Einrichtungen, wie beispielsweise der Kinderbetreuung, zeigt die Arbeit mit einem hohen Kenntnisstand über die Bevölkerung vor Ort zahlreiche Vorteile auf. Als wesentlich ist in diesem Zusammenhang festzustellen, dass eine realitätsnahe Erfassung des Ist-Zustandes eine passgenaue Auswahl der angebotenen Leistungen ermöglicht. Darüber hinaus stellt eine solide Zahlenbasis einen validen Ausgangspunkt für den Blick in die Zukunft dar (Prognose).

Hilfe für Kommunen bei der Sozialplanung

Das Unternehmen DEMOGRAPHIE KOMMUNAL hat sich auf die statistische Bestandsaufnahme von Bevölkerungsstrukturen auf kleinräumiger Ebene (Stadtteile, Quartiere oder Sozialräume) spezialisiert und kann sowohl einwohnerstarke, als auch einwohnerschwächere Kommunen bei ihren Planungen für den sozialen Sektor maßgeblich unterstützen.

Weitere Informationen erhalten Sie gerne in einem kostenfreien, persönlichen Beratungsgespräch.

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Wanderungsmotivforschung: Erfahren wer kommt und wer geht!

Um den Auswirkungen des demographischen Wandels zu begegnen, sind zahlreiche Städte und Gemeinden auf der Suche nach einer passenden Strategie, um Folgen wie Leerstände oder verminderter Wirtschaftskraft entgegen zu wirken.

Während eine Kommune meist nur einen geringen Einfluss auf die Geburtenentwicklung (Stichwort: „Familienfreundliche Komme“) hat, stehen die Chancen bei einer Einflussnahme auf die Zu- und Wegzüge wesentlich besser.

Vorgehensweise bei einer vollständigen Wanderungsanalyse

Vorgehensweise bei einer vollständigen Wanderungsanalyse

Wanderungen quantifizieren

Ein grundlegender Arbeitsschritt besteht darin, zunächst die Wanderungsbewegungen und deren räumliche sowie strukturelle Auswirkungen näher zu untersuchen. Schließlich ist im Regelfall nicht jeder Stadtteil oder Sozialraum bzw. jede Altersklasse im gleichen Maße von einer ausgeprägten Zu- oder Abwanderung betroffen. Eine ideale Grundlage für eine Quantifizierung der Wanderungsströme stellt das kommunale Meldewesen dar. Der hier verlinkte Artikel „Wanderungen üben einen starken Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung aus“ befasst sich näher mit diesem Arbeitsschritt.

 

Fragestellungen zu Wanderungsbewegungen

Fragestellungen zu Wanderungsbewegungen

Quellen für Antworten auf Fragestellungen zu Wanderungsbewegungen

Quellen für Antworten auf Fragestellungen zu Wanderungsbewegungen

Die Suche nach Gründen für An- und Abmeldungen

Nach einer ergebnisorientierten Quantifizierung der Zu- und Wegzüge erfolgt die Erfassung von qualitativen Faktoren. Statt über die Gründe für Wohnstandortverlagerungen lange zu spekulieren, liegt es wesentlich näher, die Zu- und Wegzügler direkt zu befragen. In der Regel erfolgt dies oft auf schriftlichem Wege, in Form eines Fragebogens. Dies stellt die klassische Vorgehensweise einer Wanderungsmotivforschung dar.[1]

Insbesondere bei der Zusammenstellung der einzelnen Fragestellungen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Einerseits würde man beispielsweise gerne die genauen Beweggründe für einen Wegzug einer Familie erfahren, andererseits darf man bei den Befragten nicht allzu private Fragen stellen. Nehmen die Probanden der Befragung gegenüber eine abwehrende Haltung ein, wirkt sich dies meist ebenso negativ auf den Rücklauf aus. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die Sensibilität bei der Formulierung der Fragen, sondern auch für das gesamte Erscheinungsbild des Fragebogens und des notwenigen Anschreibens.

 

Zeit für die Auswertung!

Mit Abschluss der Befragungsphase beginnt auch die Auswertung der ausgefüllten Fragebögen. Unter Anwendung gesicherter statistischer Methoden ist es möglich, eine Vielzahl an ergebnisrelevanten Aussagen über die Gründe für Wanderungsbewegungen zu finden. Eine zentrale Herausforderung stellt die darauf folgende Zusammenfassung der Ergebnisse nach (Interessens-)Gruppen, die aus vergleichbaren Beweggründen in die Kommune ziehen oder diese verlassen, dar. Dieser Vorgang erfordert ein hohes Maß an Erfahrung und „Fingerspitzengefühl“, da die Ableitung einer Fehlinterpretation sehr schnell zu falschen Rückschlüssen in der Phase der Erarbeitung von Handlungsoptionen führen kann.

Die nachfolgende Grafiksammlung zeigt einige optisch aufbereitete Ergebnisse einer Wanderungsmotivforschung (Musterkommune).

 

Belastbare Ergebnisse bei reduzierten Kosten?

Es steht außer Frage, dass eine Wanderungsmotivforschung einen hohen Informationsmehrwert für die kommunale Führungsspitze und die Ausrichtung ihrer künftigen Konzepte und Maßnahmen darstellt. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass eine qualitative Analyse der Gründe für Zu- und Abwanderung auch Kosten vorursacht[2].

Um das Verhältnis zwischen Informationswert und Kosten in Einklang zu bringen, hat DEMOGRAPHIE KOMMUNAL ein Verfahren entwickelt, das den monetären Aufwand auf ein Mindestmaß reduziert. Erkenntnisverluste sind dagegen nahezu auszuschließen.

Weitere Informationen zur Wanderungsmotivforschung erhalten Sie gerne jederzeit im Rahmen eines kostenlosen Beratungsgesprächs.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

TIPP: Tragen Sie sich doch für unseren Newsletter ein. In periodischen Abständen erhalten Sie dann wissenswerte Informationen rund um das Thema Bevölkerung.



[1] Telefonische Befragungen wären ein weiterer Ansatzpunkt.

[2] Diese sind in erster Linie von dem Wanderungsvolumen einer Kommune abhängig. Bei der Kalkulation sind entstehende Portokosten für den Versand des Fragebogens und das entsprechende Rückporto der ausgefüllten Unterlagen zu berücksichtigen.

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Die Kinderbetreuung von morgen schon heute optimal planen

Angesichts der aktuellen Umsetzung der politischen Forderung nach mehr Kinderbetreuung ab 2013 (insbesondere KiTas) müssen die kommunalen Planungen in diesem Fachbereich zwei wesentliche Aspekte meistern: Einerseits soll das Ziel nach ausreichend Betreuungsplätzen erfüllt werden, andererseits darf die Kostendimension nicht aus den Augen verloren werden.
DEMOGRAPHIE KOMMUNAL stellt im Rahmen dieser Diskussion eine Möglichkeit der Schaffung von Informationsgrundlagen zur Verfügung.

Einleitung: Folgen des demographischen Wandels

Veränderungen in der Anzahl und Struktur von Einwohnerinnen und Einwohnern in einer Kommune existieren schon seit sich Menschen in Siedlungsgemeinschaften zusammen geschlossen haben. Diese Entwicklungen sind demnach keine aktuellen, sondern zeitlose Phänomene. Während bestimmte kommunale Planungen in den vergangenen Jahrzehnten oftmals von einer stetig ansteigenden Zahl an Kindern ausgingen, so haben sich die Planungsanlässe heutzutage vielerorts mit sinkenden Kinderzahlen auseinanderzusetzen.
Der wesentliche Grund ist in der Geburtenentwicklung zu finden. Für Deutschland sind – gemäß dem STATISTISCHEN BUNDESAMT1  – folgende Faktoren bestimmend:

  • Die Zahl der Geburten ist seit den Baby-Boomer-Jahren (1960er) im Trendverlauf stark rückläufig. Eine deutliche Trendumkehr ist nicht zu erwarten.
  • Seit 1998 ist die Anzahl der potentiellen Mütter (Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren) rückläufig. Weniger Mütter können folglich in Zukunft auch weniger Kinder gebären.
  • Das Alter der Mütter bei der ersten Geburt ist seit den 1960er Jahren kontinuierlich gestiegen, d.h. der Zeitpunkt der Familiengründung hat sich im Lebensalter weiter nach hinten verlagert.
  • Der Anteil nichtehelicher Geburten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2010 wurde jedes dritte Kind von einer nichtverheirateten Mutter geboren. Dies kann sich auf die Anzahl und Struktur alleinerziehender Eltern auswirken.
  • Die Anzahl der geborenen Kinder nimmt mit steigendem Bildungsstand der Eltern ab.

Auch für die Kinderbetreuung gilt: „Weniger“ und „Bunter“

Laut Zahlenspiegel des DEUTSCHEN JUGENDINSTITUTES und der DORTMUNDER ARBEITSSTELLE KINDER- UND JUGENDHILFESTATISTIK weist fast jede sechste Kindertageseinrichtung in Westdeutschland einen Anteil von mindestens 50 % an Migrantenkinder auf. Da es sich bei der Gruppe der Migranten(kinder) um eine sehr heterogene Gruppe, was beispielsweise Sprache2 und Lebensweise anbelangt, handelt, prägt diese kulturelle Vielfalt und der damit verbundenen Anforderungen (z.B. Sprachförderung) den Alltag in vielen deutschen Kindertageseinrichtungen. Laut Vorausberechnungen des BAYERISCHEN STATISTISCHEN LANDESAMTES soll der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den kommenden Jahren noch deutlich zunehmen. Die integrativen Anforderungen an die Kinderbetreuung werden in Zukunft wohl nicht geringer werden.

Auch wenn sich die grob skizzierte Situation vor Ort, in den Kommunen, sehr heterogen gestaltet bzw. in Zukunft gestalten wird, so folgt die jeweilige Entwicklung weitgehend diesem Trend. Diese Effekte des demographischen Wandels, also vereinfacht gesagt, den Geburtenrückgang und die zunehmende kulturelle Vielfalt, gilt es bei kommunalen Planungen allgemein zu berücksichtigen.

Mit einer guten Datengrundlage realitätsnah planen

Deutschlands Städte und Gemeinden besitzen im Rahmen ihrer Selbstverwaltung eine gewisse Planungsfreiheit, wie die Kinderbetreuung gestaltet werden soll. Wird dieses Entwicklungsspektrum sinnvoll genutzt, können Wettbewerbsvorteile gegenüber den umliegenden Kommunen ausgespielt werden. Als zentrale Voraussetzung gilt es, Planungen passgenau und bedürfnisorientiert durchzuführen. Maßgeschneiderte und demnach den Bedürfnissen von Eltern(teilen) angepasste Lösungen schaffen auch im Bereich der Kinderbetreuung Mehrwerte für alle Beteiligten.
Der „Datenschatz“ des kommunalen Meldewesens bietet für die kommunale Kinderbetreuungsplanung eine optimale Planungsgrundlage, mit Hilfe derer

  • einzelaltersjahrgangsgenau ein Blick in die Zukunft (z.B. in fünf bzw. zehn Jahreszeiträumen) geworfen werden kann.
  • der Migrationshintergrund der zukünftig zu betreuenden Kinder abgeleitet werden kann.
  • sprachliche bzw. kulturelle Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kinderbetreuung erörtert werden können.
  • die Einzugsbereiche der einzelnen Einrichtungen für die Kinderbetreuung, z.B. mit Hilfe eines geographischen Informationssystems (GIS), anschaulich visualisiert und auf einfache Art und Weise angepasst werden können.
  • die Anzahl allein mit einem Elternteil lebenden Kinder quantifiziert und lokalisiert somit auch z.B. der mittägliche Betreuungsbedarf eruiert werden kann.
    kindsbezogene Förderungen vorausberechnet werden.

Mit Hilfe von Elternbefragungen können darüber hinaus individuelle Bedarfe genau erhoben und entsprechende Angebote, wie zum Beispiel flexible Betreuungszeiten für berufstätige Eltern(teile), identifiziert werden.
Effiziente Lösungen für individuelle Lebenssituationen schaffen Lebens- und Wohnqualität in einer Kommune und stärken deren Standortattraktivität in den vielfältigen Entwicklungsrichtungen des demographischen Wandels.

Das Unternehmen DEMOGRAPHIE KOMMUNAL hat sich auf die ergebnisorientierte Auswertung von Meldedaten, die Interpretation der Resultate sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen spezialisiert. Jede Stadt und Gemeinde kann von den generierten Informationsmehrwerten bei Planungen und Entscheidungen profitieren!

Auf unserer Website finden Sie weiterführende Informationen zu dem Themenfeld “Planungsgrundlagen für die Kinderbetreuung” . Selbstverständlich gehen wir in einem kostenfreien, persönlichen Beratungsgespräch gerne auf Ihre Fragen ein.

TIPP: Tragen Sie sich doch für unseren Newsletter ein. In periodischen Abständen erhalten Sie dann wissenswerte Informationen rund um das Thema Bevölkerung.

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  1. Vgl. Statistisches Bundesamt (2012): Geburten in Deutschland. Ausgabe 2012. Wiesbaden.
  2. Jedes sechste Kind unter 6 Jahren in Kindertageseinrichtungen in Westdeutschland spricht zu Hause überwiegend eine Sprache, die nicht Deutsch ist.

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Wanderungen üben einen starken Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung aus

Zu- und Wegzüge stellen einen entscheidenden Motor der kommunalen Einwohnerentwicklung dar. Während die Bevölkerungszahlen über Geburten und Sterbefälle (natürliche Bevölkerungsentwicklung) bundesweit einen weitgehend negativen Trend aufzeigen, können Städte und Gemeinden ihre Einwohnerzahl über Zuzüge stabilisieren. Alternativ besteht auch die Option, die Abwanderung von Bürgerinnen und Bürgern einzudämmen und somit einen Bevölkerungsrückgang zu minimieren.

Während sich die Auswirkungen des demographischen Wandels in vielen Kommunen bereits sicht- und spürbar zeigen, wird nachfolgend eine Methodik vorgestellt, die interessante Handlungsalternativen auf dem Weg zu einer „stabilen“ Bevölkerungsstruktur aufzeigen kann.

Die Motoren der Bevölkerungsentwicklung

 

Warum ist eine stabile Wohnbevölkerung wichtig?

Für Kommunen stellt die im Ort lebende Bevölkerung einen zentralen „Erfolgsfaktor“ dar. Neben der einwohnerabhängigen Zuweisung von Finanzmitteln aus Steuern (z.B. Einkommenssteueranteil) spielt auch die teils subjektive Wahrnehmung der Kommune durch den Bürger eine tragende Rolle. Beispielsweise verbreiten Leerstände und verwaiste Immobilien keine Aufbruchstimmung. Ebenso ist eine Verminderung des Rückhalts aus gesellschaftlicher Inklusion und ehrenamtlichem Engagement zu befürchten.

Bei starken Bevölkerungsverlusten rückt bei langfristiger Betrachtung auch die lokale Wirtschaft in den Fokus. In Folge von Abwanderungen sinkt nicht nur die allgemeine Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen (Auswirkungen auf die Einnahmen aus der Gewerbesteuer), sondern auch die Verfügbarkeit von Fachkräften.

Die nachfolgende Grafik dient lediglich der Visualisierung der Zusammenhänge. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Einflüsse und Folgen.

schematische Darstellung der Abwanderungsfolgen für Kommunen

 

Warum die Wanderungsbewegungen analysieren?

Die Auswertung der Zu- und Wegzüge nach verschiedenen strukturellen und räumlichen Merkmalen hilft einen ersten Überblick über das Wanderungsgeschehen einer Kommune zu erhalten. Eine Zielsetzung kann sein, aus der Vielzahl von Zu- und Wegzügen Trendentwicklungen abzulesen und Personengruppen mit ähnlichen Merkmalen zu identifizieren. Mit diesem neu erlangten Wissen können bereits erste Überlegungen angestellt werden, welche Maßnahmen eine positive Wirkung auf Wanderungsbewegungen haben können.

Auf Basis des kommunalen Meldewesens können beispielsweise folgende Merkmale untersucht und kombiniert werden:

  • Quantitative Dimension:
    • Wanderungssaldo
    • Wanderungsvolumen
  • Strukturelle bzw. soziodemographische Dimension:
    • Alter und Familienstand
    • Anzahl und Alter der Kinder
    • Migrations- und nationalstaatlicher Hintergrund
  • Räumliche Dimension
    • Stadtteile, Quartiere und Sozialräume
    • Quell- und Zielgebiete (Städte, Regierungsbezirke, Landkreise, Ausland)

Anhand dieser wertvollen Informationen können nun differenzierte Aussagen getroffen werden. Es ist somit möglich, genau festzustellen welche Personengruppe aus welchem Gemeindeteil wohin gezogen ist.

Nachfolgend sehen Sie eine Auswahl an Beispielgrafiken, die auf Basis des Meldewesens einer Musterkommune erstellt wurden:


In einem zweiten Schritt kann eine weitergehende Analyse der Push & Pull Faktoren erfolgen. Diese bezieht sich auf qualitative Aspekte und findet i.d.R. über Befragungen statt (z.B. im Rahmen einer Wanderungsmotivforschung).

Das Unternehmen DEMOGRAPHIE KOMMUNAL hat sich auf die ergebnisorientierte Auswertung von Meldedaten, die Interpretation der Resultate sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen spezialisiert. Jede Stadt und Gemeinde kann von den generierten Informationsmehrwerten bei Planungen und Entscheidungen profitieren!

Auf unserer Website finden Sie weiterführende Informationen zur Untersuchung von Wanderungsbewegungen. Selbstverständlich gehen wir in einem kostenfreien, persönlichen Beratungsgespräch gerne auf Ihre Fragen ein.

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Der Integrationsgipfel 2012: Blickpunkt Kommunen

Der 5. Integrationsgipfel (31.01.2012) fand auch dieses Jahr wieder im Kanzleramt in Berlin statt. Es steht außer Frage, dass das Thema „Integration“ auf allen Verwaltungsebenen eine hohe Bedeutung zugesprochen wird, seitdem Bundeskanzlerin Angela Merkel dies 2005 zur „Chefsache“ erklärte.

Insbesondere die kommunale Ebene spielt hinsichtlich der Integration eine zentrale Rolle. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) betont dies zu recht in seiner Pressemeldung „Kommunen sind der Motor der Integration“ vom 31.01.2012. Ungeachtet der bundes- und landesweiten Anstrengungen erfahren Migrantinnen und Migranten in Deutschland sowohl verschiedene Willkommenskulturen als auch unterschiedliche Akzeptanz bei der Eingliederung in die Gesellschaft bzw. in das Arbeitsleben. Angesichts der rund 16 Mio. in Deutschland lebenden Personen mit Migrationshintergrund1 gilt es somit insbesondere für Kommunen, ihre Integrationsanstrengungen weiterhin aufrecht zu erhalten und ggf. zu verfeinern. In Hinblick auf bildungs- und sprachfördernde Maßnahmen soll mit dieser Strategie auf langfristige Sicht ein lokal bzw. regional auftretender Mangel an Fachkräften entschärft und gleichzeitig die gesellschaftlich orientierten Aufstiegschancen von Migrantinnen und Migranten verbessert werden. Insbesondere bei Kindern mit Migrationshintergrund2  können sprachfördernde Maßnahmen ab der Kindertagesstätte erfolgreich etabliert werden.

Allerdings darf man bei dieser zukunftsorientierten Diskussion um Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten nicht vergessen, dass zumindest die bundesweiten Zahlen zu Personen mit Migrationshintergrund aus einem statistischen Hochrechnungsverfahren gewonnen werden (Mikrozensus3). Für bundes- und landesweite Betrachtungen ist diese Herangehensweise selbstverständlich gut geeignet, um die Gesamtzahlen der Personen mit Migrationshintergrund festzustellen. Auf kommunaler Ebene sind diese Zahlen von den statistischen Ämtern nur für größere Städte verfügbar. Eine Gliederung nach Stadtteilen existiert von amtlicher Seite ebenso nicht.

Ungleichgewicht der kommunalen Informationsverfügbarkeit

DEMOGRAPHIE KOMMUNAL bietet allen deutschen Kommunen die Möglichkeit, den Migrationshintergrund ihrer Einwohnerinnen und Einwohner abzuleiten. Dies erfolgt auf Basis des Melderegisters, unter Wahrung aller relevanten datenschutzrechtlichen Belange.

Die Ergebnisse unserer Erhebung geben jedoch nicht nur die Gesamtzahl der in einer Kommune lebenden Personen mit Migrationshintergrund wieder, sondern bieten detaillierte Differenzierungsmöglichkeiten auf räumlicher und struktureller Ebene. Beispielhaft können folgende, für die Integrationsarbeit wichtige Resultate geliefert werden:

  • Räumliche Auflösung nach Stadtteilen, Quartieren, Sozial- und Planungsräumen etc.
  • Strukturelle Gliederung nach Art des Migrationshintergrundes, Alter, Familienstand etc.

Um mit den Ergebnissen gut arbeiten zu können, erfolgt eine graphische Aufbereitung, die an dieser Stelle mit zwei Beispielen gezeigt werden soll:

Weitere Differenzierungs- und Darstellungsmöglichkeiten können unseren Musterberichten entnommen werden.

Es muss an dieser Stelle betont werden, dass das kommunale Angebot an Integrationsleistungen (von der kindlichen Sprachförderung bis hin zur Begleitung ehrenamtlicher Tätigkeiten) mit Hilfe einer soliden Zahlengrundlage verfeinert werden kann. Nicht zuletzt ermöglicht eine gute Kenntnis der Zielgruppe einen deutlichen Informationszugewinn auf dem Weg zur gesellschaftlichen Integration.

Die Ergebnisse einer Ableitung des Migrationshintergrundes auf kommunaler Ebene können als Planungs- und Entscheidungsgrundlage in vielfältiger Hinsicht genutzt werden. Insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendhilfeplanung bietet das detaillierte Zahlenmaterial praxisrelevante Mehrwerte. Einen Exkurs zu diesem Themenfeld bietet der Artikel „Wie viele Migrantenkinder leben im Quartier #5?“ in diesem Blog.

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  1. Dies entspricht in etwa 20 % der Gesamtbevölkerung.
  2. Anteilig, je nach Kommune, über 50% der Gesamtbevölkerung.
  3. Es werden 1% der Bevölkerung befragt. Weitere Informationen zum Mikrozensus können auf der Website des Statistischen Bundesamtes abgerufen werden.

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